Neuigkeiten: Januar 2026

Neujahrsempfang bei fluchtpunkt

Eine Gruppe von Menschen beim Neujahrsempfang von fluchtpunkt

„Wir sind hier – jetzt erst recht"

Am 29. Januar kamen im fluchtpunkt zahlreiche Unterstützer*innen der Geflüchtetenarbeit zum traditionellen Neujahrsempfang zusammen. Bei Getränken, Häppchen und Musik war eines klar zu spüren: Der Zusammenhalt in schwierigen Zeiten ist stark.

Breite Solidarität

Die Gästeliste des Neujahrsempfang spiegelte die Vielfalt derjenigen wider, die sich täglich für geflüchtete Menschen einsetzen: Anwält*innen, Psychotherapeut*innen, Mitarbeitende aus Beratungsstellen, Jugendhilfe und Sozialen Diensten sowie viele Ehrenamtliche. Sie alle unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung – ein deutliches Zeichen für Solidarität und einen funktionierenden Rechtsstaat.

Ein herausforderndes Jahr steht bevor

Im Gespräch mit Insa Graefe, Rechtsberaterin bei fluchtpunkt, und Anne Harms, Leiterin der Einrichtung, wurde deutlich, welche Aufgaben 2026 bringt:

Afghanistan und Syrien: Viele Asylanträge von Menschen aus diesen Ländern werden derzeit abgelehnt. Bei Syrer*innen liegt die Ablehnungsquote zuletzt bei rund 95 Prozent. Zudem droht vielen, die bereits Schutz erhalten haben, ein Widerruf ihres Status. „Das wird ein großer Teil unserer Arbeit werden", so Graefe.

Neues EU-Asylrecht (GEAS): Im Juni 2026 tritt das reformierte Gemeinsame Europäische Asylsystem in Kraft. Die elf neuen Gesetzgebungsakte bringen unter anderem Schnellverfahren an den EU-Außengrenzen und neue Dublin-Regeln. Für fluchtpunkt bedeutet das: Die gesamte Arbeitsweise muss angepasst werden, während parallel das alte Recht für laufende Verfahren weiter gilt. „Das Kernprojekt wird sein, selbst damit umzugehen und es für alle anderen zugänglich zu machen – durch Schulungen und Beratung", erklärte Anne Harms.

Rückführungen nach Griechenland: Viele Klagen gegen Dublin-Überstellungen nach Griechenland sind anhängig – auch das wird fluchtpunkt weiter beschäftigen.
 

„Wir machen weiter"

Fluchtpunkt, die kirchliche Hilfsstelle für Geflüchtete, berät seit 1994 Schutzsuchende in Hamburg – mittlerweile fast 12.000 Menschen. Das Team steht für das ein, was im Manifest des Abends stand: „Von uns hört man wenig, von anderen viel – von Abschiebungen, Bekämpfung und Zurückweisungen. Aber wir sind viele und wir machen weiter – jetzt erst recht."

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