Es folgt ein Gespräch mit Propst Frie Bräsen, Kristin Schrömges, Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Finanzen, und Jan-Peter Haak, Teamleitung Vermögensverwaltung.
Der Kirchenkreis war in den Nachrichten: Worum geht es eigentlich?
Kristin Schrömges: Der Kirchenkreis hat 2019 und 2021 im Rahmen seiner breit gestreuten Vermögensanlage einen bewusst klein gehaltenen Betrag in die Verius-Immobilienfonds angelegt. Diese Fonds sind in der Folge des abrupten Zinsanstiegs ab 2022 sowie gravierender Fehler des Fondsmanagers in eine schwere Schieflage geraten. Davon sind sehr viele institutionelle Anleger betroffen, von Krankenkassen über Pensionskassen bis zu kirchlichen Körperschaften.
Aufgrund der Wertminderung haben wir die zwei Finanzanlagen bereits 2023 aus kaufmännischer Vorsicht in voller Höhe abgeschrieben. Heute rechnen wir nicht mehr mit nennenswerten Rückflüssen. Der Vorgang ist seit Jahren aufgearbeitet, die zuständigen Gremien waren von Anfang an eingebunden und für die kirchliche Arbeit ist zu keiner Zeit ein Nachteil entstanden.