Vom Zimmerer zum Stifter
Er suchte nie den großen Auftritt. Wer Reimund C. Reich begegnete, traf einen zurückhaltenden, vornehmen Mann, der oft lieber zuhörte als redete – und der doch Großes bewegt hat. Der Kirchenkreis verliert mit ihm einen Wegbereiter, Förderer und Freund.
Reimund Christian Reich wurde 1933 in Hamburg geboren. Die Nachkriegszeit hat ihn geprägt: die Härte jener Jahre ebenso wie die Hilfsbereitschaft, die er damals erfuhr. Daraus entwickelte er sein Lebensmotto „Hilfe zur Selbsthilfe". Er lernte das Zimmererhandwerk, erwarb zwei Meisterbriefe, studierte Schiffbau und weil er das Segeln liebte, wollte er sein Boot selbst bauen können. „Dass er aus dem Handwerksberuf diese Karriere hingelegt hat, ist beeindruckend", erinnert sich Bräsen.