Befristete Fortführung der Kita Regenbogen bis voraussichtlich Sommer 2026
Ergänzende Mitteilung zur Presseinformation vom 2. Oktober
Hamburg-Niendorf, 20. Oktober 2025
- Trotz erheblicher, wirtschaftlich kaum tragfähiger Verluste hält das Kita-Werk die Kita Regenbogen über den 31. Dezember 2025 hinaus geöffnet
- Befristete Übergangslösung dient Kindeswohl und Planbarkeit für Familien – und verursacht spürbare Mehrkosten für den Träger
Nach intensiven Gesprächen mit den Elternvertretungen hält das Ev.-Luth. Kita-Werk Hamburg-West/Südholstein den Betrieb der Kita Regenbogen über den 31. Dezember 2025 hinaus befristet aufrecht, voraussichtlich bis zum Beginn Sommerschließzeit 2026. Ziel ist, Kindern und Familien einen behutsamen, planbaren Übergang zu ermöglichen. Die Fortführung verursacht zusätzliche Defizite in der Übergangszeit, die der Träger bewusst als temporäre Mehrbelastung in Kauf nimmt.
Kita-Werk Geschäftsführer Peer Schmidt-Ohm: „Diese Entscheidung ist ein Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Verantwortung und unserem Auftrag, Kinder gut zu begleiten. Wir strecken uns gemeinsam mit den Familien für eine befristete Übergangszeit bis an die Grenze des Machbaren, damit wir unserem Auftrag gerecht werden und der Wechsel der Kinder gut vorbereitet gelingt.“
Die Übergangslösung beruht auf drei klaren Eckpunkten:
- Fortführung bis zur Sommerschließzeit 2026; regelmäßige Lagebewertung in festen Abständen
- Planung auf Basis einer reduzierten Belegung von etwa 20 Kindern; fällt die Zahl dauerhaft unter 15, erfolgt eine erneute Bewertung mit ggf. vorgezogener Schließung
- Sicherung der Betreuungsschlüssel durch den Einsatz von vier im Stundenumfang angepassten Teilzeitkräften; der Personalwechsel erfolgt schrittweise und transparent
Als kirchlicher Träger übernimmt das Kita-Werk damit Verantwortung für eine verlässliche Begleitung der Kinder – trotz zunehmend hoher Defizite in einzelnen Einrichtungen durch eine strukturell angespannte Finanzierungslage als Folge des Hamburger Gutscheinsystems. Das Gutscheinsystem kann auf sinkende Kinderzahlen und zu viele neue Kitas nicht reagieren. Die Schließung der Kita Regenbogen bleibt unter diesen wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen deshalb grundsätzlich unumgänglich.
Für das Kita-Werk steht das Wohl der Kinder im Mittelpunkt: Übergänge werden individuell geplant, vertraute Bezugspersonen begleiten die Eingewöhnung in neue Gruppen oder Einrichtungen, wo dies organisatorisch möglich ist. Laufende Veränderungen kommuniziert die Kita-Leitung fortlaufend an die Familien.
Parallel setzt der Träger den konstruktiven Dialog mit der Stadt über tragfähige Lösungen fort, insbesondere zu verlässlichen Gruppenpauschalen, fairen Gebäudekosten unabhängig vom Gebäudealter und einer realitätsnahen Abbildung der Personal- und Sachkosten.