Neuigkeiten: November 2025

Kirchenasyl & Kooperationsräume

Synodale im Synodensaal des Haus der Kirche in Niendorf

Die 9. Tagung der der III. Kirchenkreissynode am 15. November brachte wichtige Entscheidungen in Bezug auf Geflüchtetenhilfe und Kooperationsräume.

Synode setzt starkes humanitäres Zeichen

Beim Thema Asyl setzt der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ein starkes Zeichen! Am Wochenende würdigte die Synode nicht nur ausdrücklich das vielfältige Engagement für geflüchtete Menschen seitens der Gemeinden, sondern beschloss zudem, die Unterstützungs- und Kirchenasylarbeit weiter zu stärken. Hintergrund: Die verschärfte flüchtlingspolitische Lage und ein veränderter staatlicher Umgang mit Kirchenasyl.

Schon seit vielen Jahren unterstützen die Gemeinden unseres Kirchenkreises Menschen mit Fluchterfahrung – mit Integrationsangeboten, Sprachcafés und immer wieder auch durch Kirchenasyl. Das Ziel: Menschen in extremen Notlagen vor Abschiebung und Gefahr zu schützen. 

Das Bildungsprojekt des WillkommensKulturHaus bringt Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen:

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Das M!Ma Norderstedt ist ein Mitmachprojekt für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte:

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Das Projekt „Von Anfang an willkommen“ setzt auf Perspektivwechsel und Hilfe zur Selbsthilfe:

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„Kirchenasyl ist Ausdruck christlicher Nächstenliebe“

Propst Thomas Drope dazu: „Wenn Menschen in existenzieller Not vor unserer Tür stehen, können wir nicht wegsehen. Kirchenasyl ist Ausdruck christlicher Nächstenliebe und ein zutiefst humanitärer Akt.“ Und weiter: „Wo staatliche Verfahren an ihre Grenzen kommen, übernehmen Kirchengemeinden Verantwortung – aus Gewissen und aus Glauben.“

Der spürbare staatliche Kurswechsel seit dem Jahr 2023 besorgt die Synode: Härtefalldossiers werden kaum noch berücksichtigt. Besonders betroffen seien sogenannte Dublin-Fälle, bei denen Menschen in andere EU-Staaten zurückgeführt werden sollen – aber dort drohen ihnen mitunter menschenrechtliche Risiken, unzureichende medizinische Versorgung oder Familienzertrennung.

Nicht nur aus diesem Grund sieht die Synode Kirchenasyl als unverzichtbares humanitäres Schutzinstrument und unterstützt die Gemeinden ausdrücklich in ihrem Engagement für Menschen in prekären aufenthalts- und asylrechtlichen Situationen. 
 

Kooperationsräumen bündeln die Kräfte der Gemeinden

Weiterhin beschloss die Synode die Bildung von 15 Kooperationsräumen. Ein bedeutender Meilenstein! Durch Zusammenschlüsse von mehreren Kirchengemeinden stellt sich der Kirchenkreis strategisch klug für die Zukunft auf.

Sinkende Mitgliederzahlen und knappe Ressourcen stellen die Kirche bekanntermaßen vor Probleme. In Kooperationsräumen bündeln die Gemeinden ihre Kräfte, um Angebote besser abzustimmen, Kompetenzen zu vernetzen und diakonisches Engagement zu stärken. Das Ziel: Menschen in Hamburg und Südholstein weiterhin verlässlich mit Seelsorge und vielfältigen kirchlichen Angeboten zu begleiten.

„Wollen nicht nur verwalten, sondern gestalten“

Propst Frie Bräsen: „Mit den Kooperationsräumen investieren wir in die Zukunft unserer Kirche. Wir bündeln unsere Kräfte, um als Kirche für die Menschen in Hamburg und Südholstein relevant und ansprechbar zu bleiben. Wir wollen nicht nur verwalten, sondern gestalten – und das geht am besten gemeinsam. Diese Zusammenarbeit wird neue Kreativität freisetzen und es uns ermöglichen, die gute Nachricht von Gott auf neue und vielfältige Weise den Menschen näher zu bringen und als Kirche sichtbar zu sein.“

Die neuen Kooperationsräume verteilen sich auf alle drei Propsteien: sechs in Pinneberg, drei in Niendorf-Norderstedt und sechs in Altona-Blankenese.

Die Kirchengemeinden haben innerhalb der Kooperationsräume die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit rechtlich unterschiedlich zu gestalten, sei es als Verbund eigenständiger Gemeinden, in einem Pfarrsprengel, in einem Kirchengemeindeverband oder durch eine Fusion. Rechtlich werden diese Räume als sogenannte Kirchenregionen verankert. Der Kirchenkreis berät die neuen Kooperationsräume in vielen Bereichen, zum Beispiel durch Organisationsentwicklung, in der Kommunikation oder beim Fundraising.

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